Estland

Estland und seine Natur – Ein kurzer Streifzug

Aus mitteleuropäischer Perspektive wartet die estnische Tier- und Pflanzenwelt mit einer Reihe vertrauter, teils aber auch unbekannter bzw. schon ausgestorbener Erscheinungen auf. Vor allem die Naturreservate des Landes sind sehr artenvielfältig.

 

liku-See Kilingi-Nõmme
Einer unter vielen im "Land der zehntausend Seen". Der Aliku-See bei Kilingi-Nõmme - Kreis Pärnumaa.

Die zumeist großflächigen Misch- und Nadelwälder (ca. 45% der Landesfläche sind bewaldet) bestehen vornehmlich aus Birken, Fichten und Kiefern. Die Waldböden sind mit Moosen, Gräsern, Heidekraut und allerlei Pilzen bedeckt.

 

In den unzähligen Seen des Landes sind Forellen, Karpfen, Aale und der Hecht beheimatet. Frösche, deren Gequake vielerorts für die Akustik sorgt, gehören ebenfalls ins estnische Nationalaufgebot.

 

Eine weitere Konstante des im Grunde durchweg idyllischen Landschaftsbildes ist der Storch. In manchen Landstrichen bleiben nur wenige Strommasten und Schornsteine von seinem Nestbau befreit. Estland gilt neben Lettland und Ungarn zu Recht als die Heimat des sagenumwobenen Stelzvogels.

 

Spur Schlamm
Spuren im Schlamm: Haushund oder doch ein Wolf?

Andere tierische Besonderheiten des Landes lassen sich zweifelsfrei der geringen Bevölkerungsdichte und dem Bestehen zahlreicher Naturschutzgebiete zuschreiben. So werden die besonders dünn besiedelten Gebiete Estlands neben Elchen und Bären auch von Wolfsrudeln bewohnt. Mit anderen Worten: Es sind Begegnungen möglich, die es nur mit äußerster Vorsicht und dem notwendigen Sachverstand zu suchen gilt.

 

Estlands Natur wartet generell mit sehr viel Ursprünglichkeit, Ruhe und Abgeschiedenheit auf. Das Land besticht dabei vor allem mit seiner "gelungenen" Mischung aus maritimen Bereichen, Seen- sowie unterschiedlichsten Feucht- und Waldlandschaften. Es ist daher kein großes Geheimnis, dass Estland unter Wanderern, überhaupt bei Freunden naturbelassener Landstriche als nahezu ideales Urlaubsziel gilt.

 

Schild - Schonen Sie die Natur!
Sumpfgebiet Soomaa: "Pfad nicht verlassen, Fußabdruck bleibt für 7 Jahre sichtbar. - Schonen Sie die Natur!"

Und wie stehen die Esten selbst zu ihrer Natur? Trotz einer Reihe noch immer deutlich sichtbarer Altlasten und Umweltschädigungen aus Zeiten des sowjetrussischen Protektorats pflegen die Esten seit jeher ein enges Verhältnis zu den natürlichen Erscheinungen ihres Landes.

 

So hat beispielsweise die Eiche ihren festen Platz in der estnischen Mythologie und findet sich als Wortbestandteil "tamm" (Eiche) in einer Vielzahl estnischer Stadt- und Eigennamen wieder. Des Weiteren gilt die blaue Kornblume als ein bedeutendes nationales Symbol.

 

 

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