Estland

Kuressaare – Chronologie der Stadtgeschichte

Geschichtlich kann Kuressaare auf einige abwechslungsreiche Jahrhunderte voller Fremdherrschaft, Epidemien sowie wirtschaftlichem Auf- und Niedergang verweisen. Nachdem bereits im 13. Jahrhundert mit dem Bau der Bischofsburg begonnen worden war, siedelten nach und nach immer mehr Menschen in die Nähe der schützenden Anlage.

 

Burg Kuressaare (ehemaliger Bischofssitz).

Die Stadtrechte erhielt Kuressaare indes erst 1563 unter dänischer Obrigkeit, um etwa ein Jahrhundert später zu einem wichtigen regionalen Handelsplatz aufzusteigen. Nun hatten die Schweden Besitz von der schönen Ostseeinsel genommen.

 

Anfang des 18. Jahrhunderts bedeuteten zunächst die Ausbreitung der Pest und der anschließende Einmarsch zaristischer Truppen den wirtschaftlichen Niedergang der Stadt. Auftakt zu einer düsteren Periode, die erst weit über 100 Jahre später endete.

 

Die Einweihung der ersten Moorbadeanstalt durch einen deutschen Arzt machte das Jahr 1840 für Kuressaare zu einem wichtigen wirtschaftlichen Wendepunkt. Schnell etablierte sich der Ort zu einem weit überregional beliebten Kur- und Badeziel.

 

Burg Kuressaare
Der steinige Eingang zur Burg.

Nach jeweils kurzzeitiger Besetzung durch deutsche Truppen im 1. und 2. Weltkrieg übernahmen 1944 schließlich russische Soldaten das Zepter. Es folgte die landesweit gültige Vormundschaft durch das Sowjetimperium. Der Badeort hieß nun Kingissepp (Schuhmacher), wenig klangvoll benannt nach einem in Kuressaare geborenen Kommunisten.

 

Mit der Unabhängigkeit änderten sich ab 1990 erneut Name und Status der Stadt. Kuressaare ist seither wirtschaftlich autark, und der Fremdenverkehr vermerkt bis heute stetig steigende Besucherzahlen. Es ist zu vermuten, dass der Aufschwung rund um Kuressaare noch lange nicht beendet ist.

 

 

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