Tallinn - Die mittelalterliche Metropole im Nordosten Europas
Die estnische Hauptstadt Tallinn (ehem. Reval) ist zu Recht als das politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum des nördlichsten Staates im Baltikum bekannt.
Mit mehr als 400.000 Einwohnern lebt hier etwa ein Drittel der estnischen Gesamtbevölkerung, was der direkt am Finnischen Meerbusen gelegenen Stadt auch in gesamteuropäischer Perspektive durchaus Metropolencharakter verleiht.
Zahlreiche mittelalterliche Bauwerke, Museen und andere Sehenswürdigkeiten manifestieren diesen Status tagtäglich vor großem Publikum. Die hohe Internationalität des ehemaligen Hanse-Hafens ist bereits wenige Jahre nach der politischen Unabhängigkeit (1991) unübersehbar, auch weit über die Stadtgrenzen hinaus ausgestattet mit einer immensen Signalwirkung.
Tallinn ist Estlands Tor zur Welt. Hier läuft alles zusammen. Hier werden die Schnittstellen zwischen estnischer Vergangenheit und Zukunft auf engstem Raum sichtbar.
Das Telekommunikationsnetz ist hochmodern, es bestehen zahlreiche Verkehrsanbindungen in das europäische Ausland, und auch der stetige Zuwachs an Bürokomplexen verkörpert mit Nachdruck den fortschrittlichen Zeitgeist der Stadt. Dennoch fügt sich alles harmonisch in eine Fülle mittelalterlicher Sehenswürdigkeiten. Aufbruch und Modernität können dem Charme der im 10. Jahrhundert gegründeten Kapitale glücklicherweise nichts anhaben.
Tallinn vermittelt seinen Bürgern und Besuchern damit gleichermaßen das (gute) Gefühl modernster Lebensqualität und großer Traditionsgebundenheit. Vornehmlich die seit 1997 als Weltkulturerbe der UNESCO deklarierte Altstadt zeugt dabei von einer überaus bewegten Stadt- und Landesgeschichte.
Hier - rund um den mittelalterlichen Rathausplatz (Raekoja plats) - schlägt für jedermann deutlich sichtbar das touristische Herz der noch jungen estnischen Republik.
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