Estland

Tartu – Das geistige Zentrum Estlands

Tartu ist mit rund 100.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt Estlands. Sie liegt im ländlich geprägten Südosten des Baltenstaates und wird von Kennern gerne als das geistige Zentrum Estlands bezeichnet. Ein Titel, der passender nicht sein könnte.

 

Die Sankt Johannes-Kirche, 2005 prachtvoll renoviert.

Der Grund hierfür ist denkbar einfach: Tartu wird als Universitätsstadt schon seit Jahrhunderten weit über die Grenzen Estlands geschätzt. Die klassizistischen Lehrgebäude der Altstadt verkörpern traditionell den akademischen Geist der Stadt und gelten zu Recht als überregionale Wahrzeichen einer erfolgreichen Lehr- und Forschungsgeschichte.

 

Doch auch sonst hat die am Fluss Embach (Emajõgi) gelegene Stadt ihren Besuchern viel zu bieten. Neben modernen Ladenpassagen sorgen in den letzten Jahren immer mehr Kneipen, Bistros und teils ausgezeichnete Restaurants für lebhafte, jedoch keineswegs unentspannte Großstadt-Atmosphäre.

 

Raekojaplats
Blick vom Domberg auf den Raekoja plats.

Daneben kommen in Tartu vor allem kulturell interessierte Gäste auf ihre Kosten. Es gibt eine Reihe hochkarätiger Schauspielhäuser und mehr als 20 allesamt sehenswerte Museen (Muuseum).

 

Aus architektonischer Perspektive begegnen sich in Tartu moderner und traditioneller Zeitgeist vorzugsweise in klassizistischem Gewand. Die Stadt, reich an Historie und Geschichten, ist damit aus vielerlei Gründen wert, besucht zu werden.

Ein weiterer, vor allem winterlicher Grund für viele Besucher ist die Nähe Tartus zur estnischen Skilanglauf-Hochburg Otepää, in der Jahr für Jahr internationale Wettkämpfe und Weltcup-Rennen stattfinden. Da viele Hotels in Otepää gerade in den wintersportlichen Hochwochen des Jahres (vor allem Januar und Februar) teuer und zudem überlaufen sind, weichen nicht wenige Besucher in das lediglich 35 Kilometer entfernte Tartu aus.

 

   - Nächstes Thema: Die Stadtgeschichte

 

 

 

Suche

Anzeige