Estland

Tartu – Sehenswert bis an den Rand der Stadt

Auch außerhalb des historischen Stadtzentrums sind in Tartu eine ganze Reihe sehenswerter Wohngegenden und Einzelgebäude vorzufinden. Vielerorts lohnt es sich daher, die angestammten touristischen Pfade für einen kleinen Umweg zu verlassen.

 

Zentrum Tartu Stein
Das geografische Zentrum der Stadt. Markierung im Pflaster.

Im östlichen Anschluss des Zentrums befinden sich - entlang der Vanemuise-Straße - das Theater, die Universitätsbibliothek und das Kunsthaus. Wenig weiter folgen das Literatur-, das Zoologie- und das Geologiemuseum. Künste und Bildung genießen in Tartu traditionell höchste Priorität.

In westlicher Richtung entlang der Verkehrsachse Kastani (dt.: Kastanienstraße) liegt das Estnische Nationalmuseum (Eesti Rahva Muuseum), welches inhaltlich die Kultur und das alltägliche Leben in den einzelnen estnischen Regionen beleuchtet. Es gehört anerkanntermaßen zu den besten Museen des Landes.

Von hier aus nördlich in Richtung des Domhügels liegt direkt am Emajõgi der bereits 1803 gegründete botanische Garten (Botaanikaaed). Er gehört der Universität an, informiert umfassend über verschiedenste Pflanzengattungen und ist über zahlreiche Wege begehbar - sehenswert angelegt mit einer Reihe von Hügeln und einem See samt Insel. Aber auch andernorts lockern Grünanlagen das Stadtbild deutlich auf.

Holzhaus Suppenstadt
Traditionelles Holzhaus in der Suppenstadt.

Ein Stück weit desolat, aber beileibe nicht ohne Charme, folgt westwärts die sogenannte Suppenstadt (Supilinn). Sämtliche Straßen dieses vornehmlich aus Holzhäusern bestehenden Bereiches von Tartu sind schlichtweg nach Suppengemüse benannt.

 

Dementsprechend gibt es die Bohnen (Oa)-, die Kartoffel (Kartuli)-, die Erbsen (Herne)- sowie eine Melonenstraße (Meloni). Es handelt sich hierbei um ein sehr einfaches Wohnviertel mit dem Charakter einer typisch estnischen Holzhaussiedlung.

 

 

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