Estland

Alutaguse – Die faszinierende Moorlandschaft

Wer sich im nordöstlichen Landkreis Ida Virumaa – von Jõhvi kommend – über die Autostraße Nr. 3 auf den Weg zum Peipsi-See macht, gelangt in der Gegend um Iisaku zu einer als „Alutaguse“ bezeichneten Moorlandschaft.

 

Das feucht-karge Sumpfgebiet machte die Gründung größerer Ansiedlungen in der Region schon immer nahezu unmöglich. Daher sind es einzig und alleine besagtes Iisaku und eine weitere kleine Ansiedlung namens Tudulinna, die den Landstrich zumindest nicht völlig unbewohnt erscheinen lassen.

 

Etwas nordwestlich schließt sich das Muraka-Hochmoor an, das heute als Lebensraum für etwa 100 Bären und etliche seltene Vogelarten dient. Die Umgebung wirkt schroff, ja eigentümlich. Kein Wunder also, dass auch die hier lebende Bevölkerung nicht ganz in das gewohnte estnische Bild passt.

 

Die meisten Bewohner der Region stammen von russischen Einwanderern ab. Sie kehrten ihrer Heimat nach dem Nordischen Krieg der Jahre 1700 bis 1721 den Rücken, um in den hiesigen Gebieten nördlich des Peipsi-Sees ihr Glück zu suchen.

 

Im Herzen von „Alutaguse“ sind daher Sprache und Brauchtum auch heute noch stark russisch geprägt, worüber sich interessierte Besucher im Heimatmuseum von Iisaku ein genaues Bild machen können.

 

 

   - Nächstes Thema: Der Peipsi-See (Peipus-See)

 

 

Suche