Estland

Der Vilsandi-Nationalpark

Der Vilsandi-Nationalpark bildet mitsamt seiner knapp 10 Quadratkilometer großen Hauptinsel die westlichste Landschaft Estlands. Zum Nationalpark gehören neben der Hauptinsel die umgebende See mit über 160 kleinen und großen Inseln, Riffe und ein Streifen der Insel Saaremaa.

 

Vilsandi
Wasser ist ein Teil von Vilsandi.

Gegründet wurde das ornithologisch sehr wertvolle Reservat im Jahre 1910, nachdem mit dem Leuchtturmwärter Artur Toom und dem Rigaer Naturforscherverein Privatpersonen Initiative für den Artenbestand des Küstengebietes ergriffen hatten.

 

Am 7. Juni 1957 wurde das Naturschutzgesetz in Estland angenommen. Auf seiner Basis wurde der Vaika-Nationalpark samt Vogel-Habitat gegründet. 1993 fand eine Restrukturierung des Areals statt, und es entstand der Vilsandi-Nationalpark.

 

Über 250 Vogelarten gehören zu den vor Ort brütenden Vögeln. Seemöwe, Floridaente, Gänsesäger und Bergente gehören zu den Standvögeln von Vilsandi. Fast ein Drittel aller Pflanzenarten Estlands wurden hier registriert (etwa 520 Pflanzenarten, allein auf der kleinen Insel Nootamaa finden sich 132 Pflanzenarten). Der Vilsandi-Leuchtturm bietet eine ausgezeichnete Aussicht auf die Holme der Umgebung und auf die endlose See im Westen.

 

NAtionalpark
Natur pur - ein lebendes Klischee.

Die Insel Vilsandi selbst besteht aus zwei Teilen, die bei hohem Wasserstand von einander getrennt sind, bei niederem Wasserstand besteht eine befahrbare Landverbindung. Im Westen der Insel gibt es eine Riffküste deren Felsen über 400 Mio. Jahre alt sind. Die Erdkruste erhebt sich nach wie vor jährlich um mehrere Millimeter, sodass die Landmasse der Region ständig wächst.

 

Die Insel wird von nur einem Menschen ganzjährig bewohnt. In der Saison kommen jedoch einige Bewohner hinzu. Die Parkverwaltung (Website nur auf Estnisch) befindet sich auf Saaremaa, in dem kürzlich renovierten Herrenhaus von Loona. Auf der Insel Vilsandi (dt.: Filsand) befindet sich eine Biologen-Station, mit Wohngelegenheiten für Forscher, Touristen und andere Besucher.

 

 

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