Estland

13 Dinge, die ein Estland-Reisender wissen sollte

  1. 1. In den meisten Cafes ist Selbstbestellung üblich. Man bestellt an der Theke, und das Bestellte wird zum Tisch gebracht. (Bedienung ist lediglich in Restaurants selbstverständlich.) - Man hat schon unflexible Touristen bis zum Ladenschluss hungernd am Tisch sitzen sehen, - es sah sich auch niemand dazu veranlasst, sie über den Brauch der Bestellung aufzuklären. Wie es soweit kommen kann, siehe Punkt 2.
  2.  
  3. 2. Die Esten sind freundliche Menschen, aber schüchtern gegenüber Fremden. Man erwarte nicht, so leicht mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Und es müsste erst recht viel passieren, bis sie selbst einen ansprechen würden.
  4.  
  5. 3. Mit Blumen sind Sie immer richtig. Lädt Sie ein Este zu einem kleinen oder großen Feste zu sich nachhause, bringen Sie Blumen für die Dame des Hauses mit. Jede Art von Blumen ist willkommen - meiden Sie allein rote Nelken. So schön diese Blumen sind, erinnern sie doch einen Esten an Beerdigungen sozialistischer Parteiführer.
  6.  
  7. 4. Schuhe ausziehen. Es ist in Estland üblich, bei häuslichen Besuchen die Schuhe auszuziehen. Sie zeigen dadurch Respekt gegenüber der Hausfrau, die sich Tag für Tag abmüht, das Haus sauber zu halten (oder sie bezahlt zumindest eine professionelle Hilfe dafür). Das Wohnzimmer in Straßenschuhen zu betreten, wird in jedem Fall als eine Rohheit aufgenommen.
  8.  
  9. 5. Supermärkte sind an jedem einzelnen Tag des Jahres geöffnet, sogar an Weihnachten. (Es gibt keine praktische Entschuldigung dafür, bei einem Familienfest ohne Blumen aufzutauchen.)
  10.  
  11. 6. Umarmen Sie nicht. Lassen Sie es einfach sein. Man kennt den Händedruck, aber auch er wird sparsam eingesetzt. Nochmals: Umarmen Sie einen Esten auf keinen Fall. Ausgenommen sind Momente intimer Annäherung.
  12.  
Wlan
"Wifi-Land": Überall da, wo dieses Schild zu sehen ist, kann man sein Notebook herausholen und lossurfen.
  1. 7. Estland verfügt über keine Autobahnen.
  2.  
  3. 8. Die Eisenbahn spielt in Estland so gut wie keine Rolle. Überlandbusse verbinden ALLE Orte.
  4.  
  5. 9. Der Stadt-Bus hält grundsätzlich an jeder Haltestelle, man muss nicht extra danach klingeln.
  6.  
  7. 10. In Estland gibt es mehr kostenlose WLAN-Verbindungen (z.B. in normalen Cafes oder auf öffentlichen Plätzen) als anderswo in Europa. Jedoch gibt es wesentlich weniger klassische Internetcafes.
  8.  
  9. 11. Die Sommerferien der Schüler dauern 3 Monate (für gewöhnlich beginnen sie am 1. Juni, enden jedoch stets am 1. September).
  10.  
  11. 12. In Estland existiert, wie oft in skandinavischen Ländern, das sog. Jedermannsrecht (igamehe õigus), das einem zusichert, sich in der Natur frei bewegen zu können. Man darf keinem Menschen den Zutritt zur Küste, zum Wald oder zu Seen und Flüssen verwehren.
  12.  
  13. 13. Die estnische Sprache kennt kein Geschlecht und hat keine Zukunft (grammatikalisch gesehen).

 

 

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